Allgemeine Thematik
Die neuere Fachliteratur zur Sozialen Arbeit umfasst zahlreiche Werke, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Systematisierung, Präzisierung und kritischen Reflexion der in diesem Feld zur Anwendung kommenden Theorien, Modelle, Praktiken und Methoden befassen (De Jonckeere, 2010 ; Thole, 2012 ; Lambers, 2023 ; Payne, 2024 ; De Robertis, 2018 ; Stimmer, 2020 ; Spatschek & Kreft, 2023 ; Galuske, 2023 ; Keller, 2026).
Diese Fähigkeit, die Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit zu beschreiben, zu hinterfragen und weiterzuentwickeln, wie auch die Möglichkeit, das methodische Handeln der Sozialen Arbeit aus einer generalistischen Perspektive zu erläutern, hat zur Etablierung der Sozialen Arbeit als Disziplin und als Profession beigetragen und tut dies auch weiterhin (Lorenz, 2008 ; Dominelli, 2009). Im Schweizer Kontext und als Forschungsgegenstand steht diese Fähigkeit zudem im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Projekts der Sozialen Arbeit (beispielsweise Sommerfeld, 2019 ; Colombo, 2024 ; Repetti, 2025).
Vor dem Hintergrund dieser allgemeinen Perspektive möchte diese Ausgabe des Kongresses der Schweizerischen Gesellschaft für Soziale Arbeit Gelegenheit bieten, darüber nachzudenken, wie Fachleute diese Theorien, Methoden oder „Techniken” im Rahmen ihrer Tätigkeit anwenden, aber auch über die Entwicklung dieser Anwendungsformen und über Innovationen. Hängt dies mit den Besonderheiten der Zielgruppen zusammen? Mit institutionellen Vorgaben? Mit Entwicklungen in der Ausbildung? Mit Veränderungen des sozialen oder gesellschaftlichen Kontexts? Mit der Einbeziehung von Forschungsergebnissen? Mit institutionellen Geschichten? Mit neuen Beziehungen/ Kooperationen mit den Zielgruppen? Wie werden „Wirksamkeit“ oder „Relevanz“ der Ansätze in den verschiedenen Bereichen Sozialer Arbeit verstanden? Ist das, was heute die Einheit der Sozialen Arbeit ausmacht, ähnlich dem, was sie vor 30 Jahren ausmachte?
Dieser Kongress möchte somit die Methoden und Ansätze hinterfragen, die heute im Bereich der Sozialen Arbeit angewendet und gelehrt werden. Welche Techniken werden angewandt oder welche Ansätze vertreten, und nach welchen Modellen werden die Interventionen gestaltet? Wie wird die Wahl der einen oder anderen Methode bestimmt? Welche Werke oder Autor*innen bilden die Grundlage für die soziale Intervention in den verschiedenen Bereichen der Sozialen Arbeit? Mehr noch: Wenn Malcolm Payne – weitgehend gefolgt von anderen Autor*innen – drei Arten von Theorien unterschieden hat, die in der Sozialen Arbeit zusammenwirken, nämlich 1) „über die Ziele der Sozialen Arbeit“, 2) „über die Art und Weise, wie Soziale Arbeit geleistet wird“, und 3) „über die Zielgruppen der Sozialen Arbeit“, wie sieht dann die Verbindung zwischen diesen Theorietypen aus?
Die Literatur zu Methoden geht in der Tat kaum auf die Verknüpfung spezifischer Methoden mit verschiedenen Zielgruppen ein. In der Arbeit mit Migrant*innen, älteren Menschen, Personen in Bewährungssituationen, im Bereich des Kinderschutzes und in der Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigung oder mit Menschen, die sich artikulieren können oder auch nicht, stehen zweifellos nicht dieselben Theorien oder Methoden im Vordergrund. Mit dieser Fragestellung nach der Spezifität der Methoden je nach Zielgruppe möchte dieser Kongress die Möglichkeit methodischer Modelle hinterfragen, die der Sozialen Arbeit eigen sind und unabhängig von den institutionellen Kontexten sind, in denen sie ausgeübt wird, und die über eine Romantisierung der Sozialen Arbeit hinausgehen, die im Wesentlichen auf der Qualität einer starken zwischenmenschlichen Unterstützungsbeziehung beruhen würde. Wie können Methoden, die Besonderheiten der Zielgruppen, aber auch die institutionellen Kontexte bei der Intervention gemeinsam berücksichtigt werden? Wie können die Methoden, die Besonderheiten der Zielgruppen, aber auch die institutionellen Kontexte in der Praxis gemeinsam berücksichtigt werden? Und wie lassen sich in der Professionalität Sozialer Arbeit Aspekte des Alltäglichen, die von Begegnung, Spontaneität, Herzlichkeit, aber auch Kreativität geprägt sind, berücksichtigen?
Über die internationale Definition Sozialer Arbeit hinaus, die wenig Aufschluss darüber gibt, was eigentlich geschehen soll, wenn Soziale Arbeit stattfindet, möchte dieser Kongress daher Gelegenheit bieten, über die Methoden nachzudenken, die heute in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen der Sozialen Arbeit zum Einsatz kommen.
Allgemeiner Call
Dafür wurden vier Themenbereiche definiert:
Sozialstaat und soziale Institutionen:
Soziale Arbeit ist in staatliche Politik und rechtliche Rahmenbedingungen eingebettet und wird meist in verschiedenen Einrichtungen mit spezifischen Aufgabenbereichen ausgeübt. Dieser Schwerpunkt möchte untersuchen, wie sich die Veränderungen des Sozialstaats, wie beispielsweise neue Formen der öffentlichen Verwaltung, auf die Soziale Arbeit auswirken, d. h. inwiefern sie die Möglichkeit einschränken, bestimmte Ansätze oder Methoden anzuwenden: Wie verändern die Umgestaltungen des Sozialstaats, der öffentlichen Politik oder des sozialen Kontexts die Möglichkeit, diese oder jene Interventionsmethode umzusetzen? In gleicher Weise stellt sich die Frage, wie institutionelle oder organisatorische Rahmenbedingungen (die Tatsache, dass Soziale Arbeit in öffentlichen Verwaltungen, privaten gemeinnützigen oder privaten gewinnorientierten Organisationen geleistet wird) die Art der Sozialen Arbeit beeinflussen, die umgesetzt werden kann? Allgemeiner betrachtet und mit Blick auf die Umsetzung sozialpolitischer Massnahmen: Wie werden die Mittel und Methoden der Umsetzung festgelegt? Von wem, auf welche Weise und nach welchen Kriterien? Wenn die politischen Entscheidungsträger meist Ziele festlegen (strategische Ebene) und eine Weltanschauung über die Rolle der Sozialen Arbeit vertreten oder formulieren, welchen Handlungsspielraum haben dann die Fachkräfte der Sozialen Arbeit bei der Wahl der konkret anzuwendenden Methoden? Erfordern die aktuellen Kontexte neue Ansätze oder Methoden?
Zielgruppen der sozialen Arbeit, ihre Entwicklung und ihre Partizipation:
Dieser Themenbereich befasst sich mit der Verknüpfung zwischen Methoden und spezifischen Zielgruppen, aber auch mit methodologischen Entwicklungen und Innovationen im Zusammenhang mit dem Wandel oder der neuartigen Beteiligung der Zielgruppen. Wenn Migrant*innen, ältere Menschen und Kinder im Bereich des Kinderschutzes heute nicht mehr auf dieselbe Weise begleitet werden wie vor 20 Jahren, was lässt sich dann über diese Entwicklungen, ihre Ursachen und ihre Auswirkungen sagen? Ist aus historischer Perspektive eine Annäherung oder eine Divergenz der in den verschiedenen Interventionsbereichen angewandten Methoden zu beobachten?
Ausbildung in Sozialer Arbeit und Professionalisierung:
Dieser Themenbereich befasst sich mit der Vielfalt des heutigen Bildungsangebots an Hochschulen für Soziale Arbeit, wobei davon ausgegangen werden kann, dass diese Vielfalt sowohl auf unterschiedliche disziplinäre Verankerungen, verschiedene Arten der Interpretation der sozialen Realität und der Konstruktion sozialer Problemstellungen als auch auf die jeweilige Definition des Auftrags der Sozialen Arbeit zurückzuführen ist. Angesichts der grossen Vielfalt an Theorien zur Praxis Sozialer Arbeit stellt sich die Frage, welche Instrumente Studierenden und Praktiker*innen zur Verfügung stehen, um zu entscheiden, welche Theorien sie in ihrer Praxis anwenden? Wie tragen Berufsverbände oder andere Akteure zur Entwicklung oder Förderung neuer Methoden bei? Inwiefern bereichert bzw. verkompliziert die Frage der Interprofessionalität die Ausbildung von Sozialarbeitenden? Und welchen Stellenwert sollte dem Kontext oder der jeweilige Situation sowie den zwischenmenschlichen und individuellen Aspekten bei der Intervention beigemessen werden? Wie lässt sich die Rolle der Methoden reflektieren, ohne gleichzeitig die Handlungsweisen der Sozialarbeitenden zu berücksichtigen und dabei intuitivere, körperliche und emotionale Aspekte sowie Spontaneität, Kontakt und Kreativität ausser Acht zu lassen?
Forschung in und für die Soziale Arbeit:
Ein letzter Themenbereich befasst sich speziell mit der Forschung im Bereich der Sozialen Arbeit. Inwiefern kann die Forschung Theorien und Interventionsmethoden bereichern und wie trägt sie zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit bei? Aber auch wie kann die Praxis Methoden und Theorien bereichern? Auf welche Weise lassen sich Fortschritte aus der Forschung in die Praxis Sozialer Arbeit übertragen und wie können sie dort umgesetzt werden? Wer sind die Akteure dieses Dialogs und welche Rolle können Studierende der Sozialen Arbeit dabei spielen? Dieser Themenbereich kann auch Fragen zur Suche nach evidence-based practices in der Sozialen Arbeit und zu den Grenzen eines solchen Vorhabens aufwerfen. Im weiteren Sinne soll dieser Themenbereich Anlass bieten, über den Stellenwert und die Art der Forschung nachzudenken, die in den Studiengängen an Hochschulen für Soziale Arbeit angeboten wird.
Neben dem allgemeinen Call haben drei Fachkommissionen der SGSA-SSTS einen eigenen Call veröffentlicht.
Kommunikationsschwerpunkte der Fachkommissionen
Call der Fachkommission « Theorie »
Die Soziale Arbeit ist in der Schweiz als Profession und wissenschaftliche Disziplin anerkannt (De Jonckheere, 2013; Grand, 2021; Libois & Bolzman, 2014; Rullac, 2012; Sommerfeld, 2010). Die Anerkennung als Disziplin bestätigt sich durch die Ausbildung in Sozialer Arbeit auf Hochschulniveau, für deren Kohärenz die SASSA (Schweizerische Konferenz der Fachhochschulen für Soziale Arbeit), in einem gewissen Ausmass sorgt, sowie durch die Schweizerische Gesellschaft für Soziale Arbeit, welche als Mitglied der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften anerkannt ist. Ein Blick auf die Studiengänge der verschiedenen Hochschulen für Soziale Arbeit in der Schweiz genügt jedoch, um festzustellen, dass eine grosse Heterogenität hinsichtlich der in der Ausbildung herangezogenen Theorien besteht (Borrmann, 2016; Keller, 2019; Staub-Bernasconi, 2010; Tabin, 2013).
Im Anschluss an den allgemeinen Call des Kongresses lässt sich die Hypothese aufstellen, dass die Vielfalt der in der Sozialen Arbeit gelehrten und herangezogenen Theorien „sowohl auf unterschiedliche disziplinäre Verankerungen, Interpretationsansätze der sozialen Wirklichkeit und der Konstruktion sozialer Probleme als auch auf die vorherrschende Definition des Auftrags der Sozialen Arbeit zurückzuführen ist“. Hinzu kommt der Multikulturalismus der Schweiz: Je nach Sprachregion unterscheiden sich die wissenschaftlichen Referenzkulturen, die jenseits der Sprachgrenzen jeweils wenig bekannt sind (Colombo, 2024). Schon der Begriff „Theorie der Sozialen Arbeit“ bezieht sich im Deutschen, Französischen oder Italienischen nicht unbedingt auf dasselbe. Kurz gesagt und wahrscheinlich etwas zu vereinfacht ausgedrückt: Während deutschsprachig die Theorien der Sozialen Arbeit als theoretische Grundlage einer Bestimmung der Sozialen Arbeit als Disziplin und Profession formuliert werden, indem die Ontologie wie auch der Gegenstand der Sozialen Arbeit definiert und dadurch ihre Einzigartigkeit gegenüber anderen Disziplinen belegt wird, verweist der Begriff französischsprachig häufiger auf epistemologische Standpunkte oder theoretische Ansätze, die nicht nur die Praxis, sondern auch die „Weltanschauung“ begründen und charakterisieren, auf der die Soziale Arbeit beruht.
Mit diesem Call wollen wir zu Beiträgen einladen, die sich mit den derzeit in der Schweiz gelehrten und verwendeten Theorien der Sozialen Arbeit befassen. Ziel ist es, die Gelegenheit dieses Kongresses zu nutzen, um eine Bestandsaufnahme der in der Sozialen Arbeit gelehrten sowie in Forschung und Praxis angewandten Theorien vorzunehmen. Damit soll ein Dialograum für einen gemeinsamen Diskurs geschaffen werden, der es ermöglicht, die Soziale Arbeit in der Schweiz zu stärken.
Mögliche Themen der Beiträge:
- Präsentation einer oder mehrerer Theorie(n) der Sozialen Arbeit, die in Forschung oder Praxis angewendet oder gelehrt werden, sowie die Gründe für diese theoretische Wahl;
- Theoretisch und/oder empirisch fundierte Überlegungen dazu, was eine Theorie der Sozialen Arbeit ausmacht und, im weiteren Sinne, welche Theorien die Soziale Arbeit ausmachen;
- Empirische Analysen der im Berufsfeld der Sozialen Arbeit herangezogenen Theorien, ihrer Grundlagen und ihrer Implikationen für die Profession und Disziplin Sozialer Arbeit;
- Die Verknüpfungen zwischen Theorie(n), Methoden und professionellem Handeln in der Sozialen Arbeit in konkreten und spezifischen Kontexten und Interventionen.
- Möglichkeiten, wie die Forschung die Theorien (in) der Sozialen Arbeit bereichern und zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit beitragen kann. Und umgekehrt: wie die Praxis die Theorien der Sozialen Arbeit bereichern kann.
Call der Fachkommission « Alter und Soziale Arbeit »
Die Soziale Arbeit mit und für ältere Menschen wird in der Schweiz gemeinhin unter dem Begriff „Soziale Altersarbeit" gefasst. Eine präzise Definition existiert bislang nicht, doch besteht ein weitgehend geteiltes Grundverständnis: Es handelt sich um ein spezifisches Handlungsfeld der
Sozialen Arbeit, in dem verschiedene Akteur*innen Wissen und Methoden der Sozialen Arbeit auf das Sujet Alter(n) sowie auf die Lebensverhältnisse älterer Menschen anwenden (vgl. Aner & Karl, 2020; Bleck & van Rießen, 2022; Degenaers, 2012; Kühnert & Ignatzi, 2019; Meyer, 2019).
Angesichts des demographischen Wandels und gesellschaftlicher Veränderungsprozesse gewinnt die Forschung zu Kontexten des Alter(n)s zunehmend an Relevanz (vgl. Kaye, 2022; Löffler et al., 2025). Bislang liegt jedoch kaum professionsbezogene Forschung zur Sozialen Arbeit in
Alterskontexten vor. Die spezifischen Kenntnisse, die sich auf ältere Menschen oder die Organisationen beziehen, die sie betreuen, werden in der Sozialen Arbeit als Wissenschaft, Praxis und Ausbildung nach wie vor noch zu wenig thematisiert.
Das Panel richtet den Blick deshalb auf die Ansätze und Methoden, die in der Arbeit mit und in der Forschung zu älteren Menschen tatsächlich zum Einsatz kommen. Dies wirft unter anderem folgende zentrale Fragen auf: Erfordert die Soziale Arbeit mit älteren Menschen besondere
Methoden? Worin bestehen die Besonderheiten dieser Zielgruppe im Vergleich zu anderen Zielgruppen? Welches sind die Grundlagen, das heisst die Entstehungsorte dieser Methoden? Und was bedeutet dies für die Professionalität der Sozialen Arbeit mit älteren Menschen?
Eingeladen sind Beiträge, die sich mit den methodischen Grundlagen der Sozialen Altersarbeit auseinandersetzen. Willkommen sind sowohl empirische Beiträge zu angewandten Methoden in Praxis und Forschung als auch konzeptionelle Arbeiten zur Herkunft, Übertragung und Weiterentwicklung methodischen Wissens im Kontext des Alter(n)s.
Call der Fachkommission « Gesellschaft und Soziale Arbeit »
Die Fachkommission «Gesellschaft und Soziale Arbeit» bearbeitet Frage- und Problemstellungen des Verhältnisses von Gesellschaft und Sozialer Arbeit. Die Entwicklung von Strukturen und Prozesse der Sozialen Arbeit sagt etwas über den gesamtgesellschaftlichen Zustand aus. Zugleich prägen gesellschaftliche Bedingungen die Ausgestaltung sozialarbeiterischer Institutionen, Bedingungen und Handlungen, wie auch die Ausgestaltung von Theorien und Methoden. Die Fachkommission fokussiert auf die gesellschaftliche Rolle der Sozialen Arbeit und setzt sich mit der Frage nach deren Gegenstandsbestimmung auseinander. Hierzu gehören insbesondere Analysen der Fälle, Berufsfelder, Prozesse und Problemlagen, Spannungen, Konflikte und Widersprüche.
Im Panel soll es darum gehen, unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen die Orientierung an Methoden und Ansätzen besondere Bedeutung erlangt. Was bedeutet diese Orientierung an professionellen Methoden und Zugängen in einer Gesellschaft, die zunehmend durch Brüche sozialer Integration geprägt ist? Es wäre naheliegender, sich mit der normativen Frage des gesellschaftlichen Zusammenhalts zu beschäftigen. In Anlehnung an die Kritische Theorie erfolgt eine Auseinandersetzung dahingehend, inwiefern die Orientierung an Profession und Methoden eine Reflexion der Gesellschaft auf sich selbst verhindert (Devereux 1967; Graf & Vogel 2010).
Interessierte Personen werden dazu eingeladen, zu dieser Thematik aus theoretischer, empirischer oder praktischer Perspektive ein Paper einzureichen.
Einen Beitrag einreichen
Dieser Kongress der Schweizerischen Gesellschaft für Soziale Arbeit hat zum Ziel, den Austausch auf nationaler, aber auch auf internationaler Ebene rund um die Frage der Methoden und Theorien Sozialer Arbeit zu fördern. Forschende und/oder Fachleute, die einen Beitrag für diesen Kongress eingeben möchten, können sich direkt auf die Ausschreibungen der Fachkommissionen bewerben oder direkt auf die allgemeine Ausschreibung reagieren, wobei sie angeben, in welchem Themenbereich ihr Beitrag angesiedelt sein soll.
Pro Teilnehmer:in werden maximal zwei Vortragsvorschläge angenommen. Sollte ein Beitrag von einer Fachkommission abgelehnt werden, wird der Vortragsvorschlag in den Pool der Vorschläge für den allgemeinen Call aufgenommen und anschliessend vom Organisationskomitee bewertet. Die Beitragsvorschläge können auf Deutsch, Französisch, Italienisch oder Englisch verfasst werden. Sie dürfen maximal 500 Wörter umfassen. Sie müssen bis zum 31.01.2027 über die Conftool-Plattform eingereicht werden.
Es sei darauf hingewiesen, dass das Fehlen eines Aufrufs zur Organisation von Panels (abgesehen von den Fachkommissionen) eine Gruppe interessierter Personen nicht daran hindern sollte, ein solches vorzuschlagen, sofern diese Forscher*innen und/oder Fachleute aus mindestens zwei Sprachregionen stammen und der Bezug zum Thema des Kolloquiums klar erkennbar ist. Vorschläge dieser Art sind direkt per E-Mail an die Organisator:innen unter ssts2027@hetsl.ch zu richten, ebenfalls bis spätestens 31. Januar 2027.
Bibliographie
- Aner, K., & Karl, U. (Hrsg.). (2020). Handbuch Soziale Arbeit und Alter. Springer Fachmedien. https://doi.org/10.1007/978-3-658-26624-0
- Bleck, C., & van Rießen, A. (Hrsg.). (2022). Soziale Arbeit mit alten Menschen: Ein Studienbuch zu Hintergründen, Theorien, Prinzipien und Methoden. Springer Fachmedien.
https://doi.org/10.1007/978-3-658-37573-7 - Borrmann, S. (2016). Theoretische Grundlagen der Sozialen Arbeit. Ein Lehrbuch. Beltz Juventa.
- Colombo, A. (2024). Le travail social, une discipline académique ? Une contribution au débat à partir de la littérature francophone. Revue suisse de travail social, 32, 5-26.
- De Jonckheere, C. (2010). 83 mots pour penser l’intervention en travail social. Éditions ies.
- De Jonckheere, C. (2013). Constitution du travail social en tant que discipline. Problèmes épistémologiques et politiques. In Association française pour le développement de la recherche en travail social (dir.), Politiques et interventions sociales Quels modèles de recherche scientifique en travail social (pp. 21-43). Presses de l’EHESP. https://doi.org/10.3917/ehesp.affut.2013.01.0021
- De Robertis, C. (2018). Méthodologie de l’intervention en travail social (nouvelle édition). Presses de l’EHESP.
- Degenaers, G. (2012). Le travail social auprès des personnes âgées. Éd. ASH.
- Devereux, G. (1967). From anxiety to method in the behavioral sciences. Mouton and Cie.
- Dominelli, L. (2009). Introducing Social Work. Polity
- Galuske, M. (2013). Methoden der Sozialen Arbeit: Eine Einführung (10. Aufl.). Beltz Juventa.
- Graf, M. A. & Vogel, C. (2010). Sozialarbeit als Ausdruck gesellschaftlicher Verhältnisse und Prozesse. Ein Beitrag zur Stärkung des Unterscheidungsvermögens. In P. Benz Bartoletta, M. Meier Kressig, A. M. Riedi & M. Zwilling (Hrsg.), Soziale Arbeit in der Schweiz (S. 26-39). Haupt Verlag.
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- Keller, V. (2026). Manuel critique du travail social. Éditions HETSL | Éditions ies.
- Keller, V. (2019). Cent ans de travail social en Suisse. Les Politiques Sociales, 1-2, 19-33. https://doi.org/10.3917/lps.191.0019
- Kühnert, S., & Ignatzi, H. (2019). Soziale Gerontologie: Grundlagen und Anwendungsfelder (1. Auflage). Verlag W. Kohlhammer. https://doi.org/10.17433/978-3-17-030816-9
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- Libois, J. & Bolzman, C. (2014). Processus de disciplinarisation du travail social : Le cas de la Suisse. In M. Jaeger (dir.), Le travail social et la recherche (pp. 236-244). Dunod. https://doi.org/10.3917/dunod.jaege.2014.01.0236.
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- Lorenz, W. (2008). Towards a European Model of Social Work. Australian Social Work, 61(1), 7-24.
- Meyer, C. (2019). Soziale Arbeit und Alter(n) (1. Auflage). Beltz Juventa.
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- Sommerfeld, P. (2019). Integration und Lebensführung - Theorie gesundheitsbezogener Sozialer Arbeit. In S. Dettmers & J. Bischkopf (Hrsg.), Handbuch gesundheitsbezogene Soziale Arbeit (pp. 28–38). Ernst Reinhardt Verlag.
- Sommerfeld, P. (2010). Entwicklung und Perspektiven der Sozialen Arbeit als Disziplin. In S. B. Gahleitner, H. Effinger, B. Kraus, I. Miethe, S. Stövesand & J. Sagebiel (Hrsg.), Disziplin und Profession Sozialer Arbeit. Entwicklungen und Perspektiven (pp. 29-44). Barbara Budrich. http://hdl.handle.net/11654/22951.
- Spatschek, C & Kreft, D. (Hrsg.). (2023). Methodenlehre in der Sozialen Arbeit. Konzepte, Methoden, Verfahren, Techniken (4., neu bearbeitete und erweiterte Aufl.). Ernst Reinhardt Verlag.
- Staub-Bernasconi, S. (2010). Professionalisierung der Sozialen Arbeit – Ein uneingelöstes Versprechen. In P. Hammerschmidt, J. Sagebiel (Hrsg.), Professionalisierungsdiskussion in der Sozialen Arbeit – Versuch einer Bilanz (pp. 115-132). AG Spak Bücher.
- Stimmer, F. (2020). Grundlagen des Methodischen Handelns in der Sozialen Arbeit (4. Aufl.). Kohlhammer.
- Tabin, J.-P. (2013). Theoretische Bezüge der Sozialen Arbeit in der französischsprachigen Schweiz. In A. M. Riedi, M. Zwilling, M. Meier Kressig, P. Benz Bartoletta, D. Aebi Zindel (Hrsg.), Handbuch Sozialwesen Schweiz (pp. 402-408). Webpublisher.
- Thole, W. (Hrsg.). (2012). Grundriss Soziale Arbeit: Ein einführendes Handbuch (4. Aufl.). VS Verlag für Sozialwissenschaften.

